Offenbach Post berichtet: FDP-Dreieich beantragt Blackout-Vorsorge

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Der großflächige Blackout in Berlin hat Anfang des Jahres rund 48.000 Haushalte betroffen. Zu unserer Bestürzung mussten wir feststellen, dass kritische Punkte im Berliner Stromnetz nicht ausreichend geschützt sind. Die Versorgung wurde durch einen Brandanschlag auf eine einzige Stelle unterbrochen. In der Folge sind mitten im Winter Stromversorgung und damit auch die Heizungen weitgehend ausgefallen. Besonders blamabel war die Unterbringung pflegebedürftiger Personen in Notunterkünften.

Diese Ereignisse haben die FDP-Fraktion veranlasst, die Vorsorgemaßnahmen in Dreieich genauer zu betrachten. Aus dem Haushalt war uns z.B. bekannt, dass zur Notstromversorgung der Dreieicher Feuerwehrhäuser leistungsfähige Notstromerzeuger beschafft wurden. Bei der konkreten Überprüfung des Sachstandes mussten wir feststellen, dass zumindest in zwei Feuerwehrgerätehäusern diese Aggregate nicht angeschlossen oder sogar ausgelagert waren. Im Falle eines Stromausfalls wären die betroffenen Feuerwehren damit zunächst mit der eigenen Stromversorgung beschäftigt
– d.h. im Einsatzfall fehlt wertvolle Zeit. Diese Erkenntnis hat uns alarmiert.

Der FDP-Dreieich ist bewusst, dass es seitens der Stadt Planungen und Überlegungen zur Notstromversorgung und zur Krisenvorsorge gibt. Diese Pläne sind für die Stadtverordneten bislang allerdings nicht transparent. Es ist unklar, wie belastbar und tragfähig diese Planungen im Ernstfall wirklich sind. In der Aussprache hat die Stadt auf bestehende Pläne und durchgeführte Übungen hingewiesen. Die beschriebene fehlende Notstromversorgung der Feuerwehrstandorte scheint dabei jedoch nicht aufgefallen zu sein. Die Koalition aus CDU, SPD und Freien Wählern hat zu unserem Bedauern nur wenig zur Diskussion beigetragen.

Die FDP-Dreieich konnte dennoch einen Erfolg erzielen: Im Termin hat die Stadt die Durchführung eines Werkstattgesprächs zur Information der Stadtverordneten vorgeschlagen und inzwischen auch einen zeitnahen Termin festgelegt. Die FDP-Dreieich begrüßt diesen konstruktiven Schritt ausdrücklich. Da wir den weiteren Prozess ergebnisorientiert begleiten wollen, haben wir unseren Antrag zunächst zurückgestellt. Wir warten den Termin ab und werden den Antrag erneut in die Diskussion einbringen. Wir hoffen, dass ein Blackout nie eintritt. Dennoch ist unser Ziel, dass Dreieich gut vorbereitet ist – nicht nur auf dem Papier, sondern ganz konkret im Ernstfall.

Hierzu berichtet auch die Offenbach Post am 10. Februar:

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