DIGITALE VERWALTUNG ZÄHLT.

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Die digitale Transformation bestimmt heute die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung. KI-Modelle wie z.B. ChatGPT sind in rasanter Geschwindigkeit zu einem Teil unseres Alltags und unseres beruflichen Lebens geworden. Kenntnisse und Einsatz digitaler Technologien werden in Zukunft maßgeblich über unsere Chancen und auch über unseren Wohlstand entscheiden.

Die Freien Demokraten fordern deshalb mit Nachdruck eine Investitionsoffensive in digitale Verwaltungsstrukturen und digitale Bildung, damit wir bei diesen wichtigen Handlungsfeldern nicht den Anschluss verlieren. Auch die Bevölkerung in Dreieich hat einen Anspruch auf digitale Bildungs- und digitale Verwaltungsangebote.

Die Stadt braucht eine umfassende Digitalisierungsstrategie

In den Haushalten der Stadt sind klare Investitionsschwerpunkte im Bereich Digitalisierung und KI zu setzen. Es sollte geprüft werden, wie das Zukunftsthema Künstliche Intelligenz in die Planung aufgenommen werden kann. Hierzu empfiehlt die FDP-Dreieich, einen konstruktiven Austausch mit hessischen „Best practice Kommunen“ zu suchen und von diesen zu lernen (Beispiel: Kreis Bergstraße[1]).

Aus Sicht der FDP-Dreieich ist der Einsatz von KI zudem nicht nur im Bereich der Bürger-Services interessant, sondern auch und gerade im Bereich der internen Prozesse in der Verwaltung.

Digitale Verwaltung – E-Government

Die FDP-Dreieich setzt sich seit Jahren für eine effizientere und bürgerfreundliche digitale Verwaltung ein. Die Forderung nach digitaler Vereinfachung von Verwaltungsleistungen ist explizit im „Onlinezugangsgesetz“ geregelt: Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen sollen Verwaltungsleistungen über ein zentrales Portal barrierearm, medienbrucharm und möglichst ohne persönliche Vorsprache beantragen können. Kernidee ist: einmal digital beantragen, Daten möglichst nur einmal angeben, und die Verwaltung verarbeitet diese intern fallspezifisch weiter.

Das „Onlinezugangsgesetz“ (OZG) definiert 575 Leistungen in einem bundeseinheitlichen Leistungskatalog, die in Themenfelder (z.B. Familie, Bauen, Unternehmen) gegliedert sind. Für die Stadt Dreieich sind rund 110 Leistungen relevant.

Gemäß Veröffentlichungen des Landes Hessen sind ca. 60% der OZG‑Leistungen technisch umgesetzt oder produktiv verfügbar. In der Praxis heißt das allerdings: Viele Leistungen sind technisch vorhanden, aber Nutzung und Durchgängigkeit (z.B. vollständig medienbruchfreier Prozess, Posteingang in der E‑Akte, Rückkanäle) sind je Kommune und Fachgebiet noch sehr unterschiedlich ausgeprägt.

Die digitale Stadtverwaltung im Sinne des OZG bedeutet, dass die Stadt umfassende, bürgerfreundliche und effiziente digitale Prozesse ermöglichen muss:

Konkret fordert die FDP-Dreieich:

KI wird zur „Chefsache“

Die Entwicklungen im Bereich Künstlicher Intelligenz schreiten schneller voran, als noch vor kurzer Zeit zu erahnen war. Diese neuen Technologien werden in Zukunft großen Einfluss auf jegliche Prozesse haben. Sie werden diese zusätzlich vereinfachen und verbessern.

Konkret fordert die FDP-Dreieich:

Digitalisierung nutzen, um Bürgerbeteiligung zu stärken

Die FDP-Dreieich setzt sich dafür ein, dass die Dreieicher Bevölkerung in öffentlichen Angelegenheiten die Möglichkeiten zu einer direkteren, einfacheren Mitsprache erhalten. Gerade in Zeiten von hohem Online-Medienkonsum, allgegenwärtigen „Fake news“ und Verzerrungen werden direkte Beteiligungsmöglichkeiten auf lokaler Ebene dazu beitragen, Politik greifbar zu machen und das Engagement – vor allem auch von jungen Menschen – zu fördern.

Konkret fordert die FDP-Dreieich:

Dreieich braucht einen digitalen Zwilling

Ein digitaler Zwilling ist ein digitales Abbild der Stadt, das zeigt, wie Dreieich heute aussieht und funktioniert. Es werden zum Beispiel Daten zu Straßen, Gebäuden, Verkehr oder Umwelt zusammengeführt. So lassen sich Planungen und Veränderungen vorab am Computer durchspielen und besser erklären. Entscheidungen werden dadurch transparenter, verständlicher und nachvollziehbarer. Mit einem digitalen Zwilling schaffen wir eine moderne Grundlage für bessere Entscheidungen in der Stadtentwicklung. Planungen für Verkehr, Bauen, Klima- und Hochwasserschutz können realitätsnah simuliert werden, bevor Geld ausgegeben wird. Das erhöht Transparenz, vermeidet Fehlentscheidungen und spart langfristig Kosten – für eine lebenswerte und zukunftsfeste Stadt.

Konkret fordert die FDP-Dreieich:


[1] Der Kreis Bergstraße hat einen deutlich ausgebauten digitalen Bürgerservice mit über 110 online verfügbaren Leistungen und entwickelt zudem eine smarte, teils KI‑gestützte Kreisverwaltung weiter. Neben klassischen Online‑Anträgen setzt der Kreis auf eine Datenplattform und KI‑Projekte, um interne Abläufe zu beschleunigen und den Service für Bürger und Unternehmen zu verbessern. Die KI-Aktivitäten des Kreises werden mit umfangreicher Förderung aus dem Programm „Starke Heimat Hessen“ unterstützt.

[2]  Die Kommunen Darmstadt, Neu-Isenburg, Landkreis Gießen, Großalmerode, Landkreis Groß-Gerau, Hofbieber, Marburg, Landkreis Marburg-Biedenkopf, Taunusstein, Usingen, Viernheim, Volkmarsen, Wanfried, Wetzlar und Wiesbaden sind OZG-Modellkommunen bei der Digitalisierung in Hessen.

[3] Mit dem Programm Starke Heimat Hessen werden die Kommunen bei wichtigen Zukunftsprojekten unterstützt. Für die Digitalisierung der Kommunen stehen jährlich rund 20 Mio. Euro zur Verfügung. (https://digitales.hessen.de/Foerderprogramme/Starke-Heimat)